Im vergangenen Herbst hatten wir über unsere Finanzen geschrieben und auch angekündigt, ab diesem Jahr monatlich Bericht über unsere Finanzsituation zu geben. Als fast ausschließlich über freiwillige Spenden der Leserinnen und Leser finanziertes Medium sind wir davon überzeugt, dass unser Anspruch sein sollte, größtmögliche Transparenz über Einnahmen und Ausgaben zu schaffen.
Im vergangenen Jahr hat sich vieles für uns organisatorisch geändert, was wir bereits ausführlich beschrieben haben. Jetzt haben wir auch einen Workflow geschaffen, um monatlich Einblicke in unsere Finanzsituation zu geben.
Im Januar haben wir 40.211 Euro eingenommen, mit 40.059 Euro fast ausschließlich über Spenden. Dem standen Ausgaben in Höhe von 30.720 Euro gegenüber.
Der größte Anteil wurde mit 25.522 Euro für Personal ausgegeben
Der größte Anteil wurde mit 25.522 Euro für Personal ausgegeben. Davon wurden zehn Personen verteilt auf 6,8 Stellen finanziert sowie weitere drei Praktikanten. Die Miete im Januar kostete 1.847 Euro. Für Infrastruktur und Büromaterialien haben wir 1.345 Euro ausgegeben. Darunter fallen sowohl Kosten für unsere Server im Rechenzentrum als auch viele Briefmarken und Umschläge zur Verschickung von Spendenquittungen. Im Januar fallen traditionell Kosten für Versicherungen an, in diesem Fall sind das 1.112 Euro. Auf den Posten externe Buchhaltung und Rechtskosten fallen 593 Euro, 301 Euro hat unsere Bank als Gebühren für die Kontoführung genommen. Die Kontoführungsgebühren ergeben sich aus der Anzahl der Buchungen. Im Januar gab es insgesamt 2300 Buchungen.
Im Januar haben wir ausnahmsweise mal keine Rechnungen für Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz bekommen und wir haben auch keine Reisen für Recherchen unternommen. Diese Posten fallen in anderen Monaten an, wo wir dann wiederum weniger Kosten für Versicherungen haben.
Etwas überraschend haben wir im Januar 9.491 Euro plus gemacht, was uns etwas Planungssicherheit verschafft. Wie wir heute, Ende Februar, schon absehen können, wird es im Februar wieder ein Minus geben – insofern freuen uns Monate mit einem Überschuss umso mehr. Überraschend ist das für den Januar, wo es traditionell weniger Spenden gibt als zum Jahresende. Wir wissen noch nicht, woran das genau liegt. Möglicherweise haben einige von Euch unseren Spendenaufruf aus dem letzten Jahr genutzt, um ab dem Januar Daueraufträge zu starten. Vielleicht ist das aber auch ein Effekt, dass es Spenden auf dem 33. Chaos Communication Congress gab, die wegen Silvester erst im Januar verbucht wurden. Wir sagen auf jeden Fall vielen Dank dafür!
Etwas mehr Planungssicherheit können wir gebrauchen
Bis zum Ende des Jahren fehlen uns noch 375.589 Euro zur Ausfinanzierung. Wir kalkulieren mit durchschnittlichen Ausgaben in Höhe von 33.000 Euro im Monat und nochmal 5% Puffer für zusätzliche Ausgaben wie einen Relaunch und unerwartete Kosten. Die Ausgaben steigen ab Februar unter anderem alleine durch die Anmietung von zwei weiteren Räumen, um nicht mehr mit bis zu sieben Personen auf 30 qm2 sitzen zu müssen wie bisher. Die neue (Bein-)Freiheit und damit auch Ruhe habt Ihr uns erst ermöglicht! Zudem werden unsere Aktenordner nicht weniger. Dazu haben wir zwei Personen in ihrer Arbeitszeit aufgestockt, was sich in zukünftigen Rechenschaftsberichten bemerkbar machen wird. Danke für die Möglichkeit!
Wir sagen nochmal allen vielen Dank für Eure Unterstützung. Denn diese ermöglicht uns, mit viel Energie und Beharrlichkeit Themen zu bearbeiten, die wichtig für unsere digitale Zukunft sind.
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