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Mein erster Vortrag auf dem 33c3 war The Global Assassination ...

Mein erster Vortrag auf dem 33c3 war The Global Assassination Grid, von einem US-Militär-Whistleblower aus dem Drohnenmordprogramm. Mich hat an dem fasziniert, wie der immer noch voll unter der Militär-Indoktrinierung stand, obwohl er schon große Schritte genommen hatte, um das abzuwerfen. Der Talk war im Wesentlichen eine Liste von Gründen, wieso Drohnen als Mordwerkzeug Empathie im Soldaten verhindern, indem sie möglichst viel Abstand zwischen Mörder und Opfer tun. Dann hatte er ein paar psychologische Effekte, und argumentierte, dass die dem Knopfdrücker zur Verfügung stehenden Daten überhaupt keine Analyse ermöglichen, ob das da jetzt gerade ein gültiges Ziel ist oder nicht.

Aber so Fragen wie "wieso ermordern wir hier eigentlich überhaupt gerade Menschen in fremden Ländern, denen wir nie den Krieg erklärt haben" stellen sich ihm nicht. Am Ende kam eine Zwischenfrage in die Richtung, auf die er dann antwortete, Terrorismus sei ja kein guter Begriff für die Bewertung von so Situationen. Aber zwei Sätze vorher hatte er selbst noch von der Radikalisierung von Menschen gesprochen, was ja genau der Entstehungsmythos des Militärs für Terrorismus ist, und der Rechtfertigungsansatz für die Ermordung. Die sind radikalisiert, völlig ohne Grund, und mit denen kann man nicht mehr reden.

Für Deutschland interessant waren noch seine Ausführungen zu Ramstein. Er zitierte dafür von Wikipedia ("just mentioning this to cover my ass in relation to the Air Force") und bestätigte damit deren Ausführungen, dass Ramstein nicht nur eine Relaystation ist sondern dort Targeting gemacht wird, und Daten für Targeting-Unterstützung gesammelt und koordiniert werden. Und er sagte, er habe das ja vor dem Deutschen Bundestag so zu Protokoll gegeben vor ein paar Monaten.

Nun kann es sein, dass er da die Details durcheinanderbringt, wem er da tatsächlich im Bundestag das gesagt hat, aber wenn er tatsächlich einem offiziellen Gremium diese Mitteilung vor ein paar Monaten gemacht hat, dann hat die Bundesregierung dem Tilo Jung in der Bundespressekonferenz schlicht dreist ins Gesicht gelogen.

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